„Neue Horizonte ergeben sich dann wenn man das feste Land vom Blick verliert.“ – Zaha Hadid

Glas. Stahl. Beton.

Zement. Puristisch. Reduziert. Spitz.

Eine Auflistung von Materialien und Assoziationen. All das bezogen auf eine Frau und ihr erstes Gesamtwerk. Beheimatet auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein. Die Rede ist von Zaha Hadid. Sie vollendete 1993 auf diesem Gelände ihr erstes Gebäude. Das damals als Feuerwehrhaus genutzte Gebäude ist nun ein Veranstaltungsraum. Es hat Ecken und Kanten, ist verwinkelt und monolithisch. Hadid sagte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung einst, sie fände nichts langweiliger als die Wiederholung. Damit sind im Grunde auch alle ihre architektonischen Werke beschrieben. Hier wiederholt sich nichts, Kompromisse werden keine eingegangen. Auf Farben wird verzichtet, es ist lediglich die Kargheit der Materialien zugelassen. Wie eine erstarrte Explosion verweilt das gegossene Gebäude auf dem Campus und eröffnete die Laufbahn einer jungen Architektin.