„Stil ist nichts Endgültiges, sondern beständiger Wandel.“- Walter Gropius

Vor 100 Jahren begann eine richtungsweisende Wende der Kunst, das Bauhaus. Seit Beginn des Jahres und dem erscheinen unserer ersten Ausgabe haben wir uns jeweils mit einem Gebäude, das dem Bauhaus Stil zugeordnet werden kann befasst. Doch auch wenn der Stilrichtung des Bauhauses vordergründig die Architektur angedacht wird, so umfasst sie doch um einiges mehr. Entstanden ist das Bauhaus, offiziell 1919. Damals übernimmt in Weimar Walter Gropius die Kunstakademie und lehrt dort vor allem eines: Wir sind eine Gemeinschaft. Er nimmt Ausländer, Frauen und Schüler ohne Abschluss auf. Und sie alle lernen am Bauhaus, hier geht es nicht um die Perfektion der Nachahmung. Die Essenz der Lehre ist das erfassen des Wahrnehmbaren sei es Emotion, Farbe, Licht alles was der Mensch mit seinen Sinnen erfahren kann. Und dann eben auch die Zusammenführung von Kunst und Technik. In Weimar beginnt so eine Revolution und das nicht nur in der Kunst oder der Architektur auch das Denken verändert sich radikal und schnell. Die Frauen studieren, sie tragen Hosen. Die Familien sitzen zusammen am Tisch, Frauen und Männer mit ihren Kindern, Sitten hören auf zu existieren, Konventionen werden gebrochen. Die Idee des Bauhauses, ist ein Aufbruch, eine Richtung die sich nicht auf die darstellende Kunst beschränkt. Vielmehr ist es eines des größten und frühsten Voranschreitens in die Moderne. Ein Vorhaben das wir nun nach 100 Jahren, als aktueller denn je betrachten sollten.