Joachim Marquardt trainiert zwölf Stunden die Woche, wenig für einen Extremradsportler, viel für einen Mann, der mitten im Berufsleben steht und Familie hat. Beruflich feiert der gebürtige Herrenberger mit seinem zertifizierten Unternehmen Marquardt Immobilien große Erfolge, wird in der Presse gelobt und blickt im Jahr 2018 stolz zurück auf die 25-jährige Firmengeschichte. Der Sportler Marquardt feiert seine Erfolge still in einer kleinen Szene von Radsportverrückten.

Das „Race Across the Alps“ gilt als das härteste Eintagesrennen im Radsport. Die 540 Kilometer lange Strecke über unglaubliche 14.000 Höhenmeter führt über steile Alpenpässe in Italien, der Schweiz und Österreich. Die Strecke muss innerhalb von 36 Stunden bewältigt werden. Das Event ist elitär, nur 50 Langstreckenfahrer können sich durch ihre Leistungen überhaupt qualifizieren – nur die zähesten, besten Sportler sind zugelassen. Bei seiner ersten Teilnahme im Jahr 2015 kam er nach 32,5 Stunden ins Ziel. Dieses Jahr schied Joachim Marquardt beim „Race across the Alps“ aus. Der Körper wollte keine Nahrung mehr aufnehmen, kräftezehrende Magenkrämpfe und Schüttelfrost über mehrere Stunden zwangen ihn schließlich zur Aufgabe.

 

Niederlagen motivieren Joachim marquardt

Rennen fährt er im internationalen Umfeld, als Bauträger und Projektent-wickler fokussiert sich Joachim Marquardt seit 25 Jahren auf den regionalen Markt. Aktuell entwickeln die Herrenberger nach dem Gewinn des städtebaulichen Wettbewerbs ein zukunftsweisendes Quartier in Bondorf. Das „Quartier Hainbuchen“ soll ab Ende 2020 bezugs-fertig sein. Geplant sind acht Reihen-häuser und zwei Mehrfamilienhäuser mit 14 Wohnungen. Im Mittelpunkt des städtebaulichen Entwurfs von Marquardts Architektin Brigitte Kani-Gack steht der Quartiersplatz, das Herz der Anlage. Hier pulsiert das Leben, hier findet ein generationenübergreifendes Miteinander statt. „Die Teilnahme an solchen Wett-bewerben ist für uns ganz besonders wichtig – das Faszinierende für mich dabei ist, die Lebensräume der Menschen hier in der Region entscheidend mit-zugestalten und das Wohnen der Zukunft in der Gegenwart erlebbar zu machen“, beschreibt Joachim Marquardt seine Motivation.

 

Marquardt Immobilien setzt entscheidende Akzente in der Region

Marquardt Immobilien macht mit zukunftsweisenden Projekten auf sich aufmerksam. So zeichnet das Herrenberger Unternehmen für die Gestaltung von Ditzingens „Altem Bahnhof“ verantwortlich. Bis Ende 2020 soll das Areal zur neuen Mitte werden und bündelt Arbeiten, Einkaufen und Wohnen in einem urbanen Erlebnisbereich. Auf 9.100 m² Grundfläche entstehen in Ditzingen ein zentraler Busbahnhof, hochwertige Gewerbe-, Büro- und Wohnflächen, zusätzliche P+R-Angebote, fußläufige Verbindungen über den neu gestalteten Stadtpark zur Innenstadt und ein barrierefreier Zugang zum Bahnsteig. Circa 35 Millionen Euro veranschlagt Marquardt Immobilien für die gesamte Umgestaltung.

In Böblingen entwickelten die Herrenberger das „City-Quartier“. Es gilt in der Kreisstadt als der Dreh- und Angelpunkt zur Altstadt. Hier wohnt man in absoluter Innenstadtlage, ein Mix aus Praxen und kleinen Gewerbeeinheiten rundet das urbane Ambiente ab. 59 helle, luftige Eigentumswohnungen wurden dort errichtet. Marquardt Immobilien belebte mit dem Siedlungswerk, als späteren Bauherren, für rund 30 Millionen Euro den ehemaligen Parkplatz der Volksbank und schuf einen Wohn- und Arbeitsplatz für etwa 250 Menschen.

Wer gewinnen will, muss auch verlieren können

Er ist durch und durch ein Wettkampftyp, als Sportler und als Unternehmer. Egal, ob städtebaulicher Wettbewerb oder Preise für abgeschlossene Projekte – Marquardt will gewinnen. Dieser unbedingte Wille zum Erfolg wird umso mehr bei seinen Teilnahmen an Extremradrennen sichtbar. Das „Race across Germany“ ist der längste
Radmarathon in Deutschland. Die Strecke führt von Flensburg nach
Garmisch-Partenkirchen. Im Zwei-
minutentakt werden die Einzelfahrer auf die 1.100 Kilometer lange Strecke geschickt. Marquardt absolvierte die Strecke in unter 55 Stunden und schloss im letzten Jahr als Achter das Rennen ab. Nur die Hälfte der Teilnehmer erreichte überhaupt das Ziel im Skisprungstadion.

 

Höher, schneller, weiter

Ein, aus städtebaulicher Sicht, anspruchsvolles Entrée plant Marquardt Immobilien für den neuen Unternehmenssitz, der bis Ende 2020 in Herrenberg geplant ist. Die 3.600 Quadratmeter große Liegenschaft an der Ecke Bahnhof-/Horber Straße hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Schon zwei Nutzungskonzepte scheiterten und das Areal der ehemaligen Stadtbibliothek lag seit der Jahrtausendwende brach. Marquardt Immobilien investiert hier 14 Millionen Euro und gestaltet mit den bundesweit anerkannten Architekten Lieb+Lieb aus Freudenstadt das neue Tor zur Herrenberger Altstadt. Geplant sind Wohnungen, Gastronomie und Einzelhandelsflächen. „Wir kreieren bei der Projektentwicklung aus einem nackten Fleckchen Erde einen gemeinsamen Raum für die Menschen, die dort leben und arbeiten. Wir definieren das Wohnen und Arbeiten von Morgen, wir verleihen dem Quartier seine einzigartige Form“, so Marquardt, dem das ehemalige Areal der Stadtbibliothek besonders am Herzen liegt: „Ich bin Herrenberger, ich bin in Herrenberg zur Schule gegangen, habe hier meine ersten Bücher ausgeliehen und vor 25 Jahren habe ich dann mein Unternehmen in dieser Stadt gegründet. Hier soll ein Quartier entstehen, das ich als klares Bekenntnis zu meiner Heimatstadt verstehe.“

Ein klares Bekenntnis zum Radsport ist für das Jahr 2019 auch die erneute Teilnahme beim „Race across the Alps“. Das erklärte Ziel: Die Strecke unter 32 Stunden bewältigen. Und noch ein Ultrarennen steht in Marquardts Terminkalender. Beim „Race around Austria“ geht es von St. Georgen im Attergau 2.200 km entlang der grenznahen Straßen über 30.000 Höhenmeter nonstop einmal rund um Österreich. „Ich will ans Limit – das ist mein Antrieb. Für mich ist es der Reiz etwas zu schaffen, das nicht jeder schaffen kann. Bei diesen Rennen geht es nicht nur um sportliche Höchstleistungen, sondern um Leidensfähigkeit und mentale Stärke“, Eigenschaften, die man nicht nur für Ultrarennen braucht, sondern auch im Job. Joachim Marquardt hat das Training bereits aufgenommen. Trainingseinheiten und Ernährung werden mit einem der führenden Institute in Europa abgestimmt. Nichts bleibt dem Zufall überlassen. Was im Job die Fachplaner sind, sind privat ausgefuchste Sportwissenschaftler, die Marquardts Training nach ersten Leistungstests im Herbst und Frühjahr optimieren. Joachim Marquardt verlässt sich sowohl beruflich als auch privat nur auf absolute Profis. Als Unternehmer arbeitet Marquardt Hand in Hand mit seinem 15-köpfigen Team, ist verantwortlich für den wirtschaftlichen Erfolg seines Unternehmens, organisiert sein Zeitmanagement in puncto Familie, Job, Freizeit. Als Radsportler kämpft Marquardt allein: gegen die Uhr, gegen die Krämpfe, gegen das Aufgeben. Er verantwortet nur sich selbst.