Es sind Bögen, Säulen, Farben …
aber vor allem die architektonischen Strukturen, die Max Leitner in der Natur und Architektur findet und ihn faszinieren.
Beim Betrachten seiner Bilder taucht man gleichsam mit ihm in die Räume ein und es zieht einen förmlich ins Bild. Mag sein, weil für ihn Natur und Architektur gleichwertige Sujets sind: Stimmung, Licht, Struktur seiner Landschaften – ob Stadtlandschaft oder Natur, sie lassen erahnen, wie sehr Großstädte wie Chicago, wo er jahrelang gelebt hat, seinen Blick geschult und geprägt haben und wie vielleicht gerade dadurch die unberührte Landschaft seine Wichtigkeit erhält.

 

links: „Die große Menge an Lichtverschmutzung sorgt Nachts für ein bildfreund-
liches Leuchten, besonders bei Nebel. Tagsüber bewirkt das Sonnenlicht eine Mischung aus sonnengefülltem Gelb und reflektierten Grautönen“, sagt Max Leitner über das Licht in Chicago
rechts: Madeira; Landschaft im Nebel bei Sonnenaufgang

Der „Gare de Saint-Exupéry TGV” bei Lyon ist ein großartiges Stück moderner Architektur des spanisch-schweizerischen Stararchitekten Santiago Calatrava. Als umtriebiger Verkehrsknotenpunkt aber alles andere als ein stiller Ort.

Verblüffende formale Ähnlichkeit, inhaltlich jedoch das Gegenteil zu Calatravas Bahnhof: windgeformte Architektur in der Wüste Wadi Rum in Jordanien. Das Bild lässt die Großartigkeit und Stille dieser unberührten Landschaft erahnen.

„Città dello Sport”, eine Bauruine bei Rom. Nur ein Skelett – ebenfalls eine Planung des Architekten Calatrava aus dem Jahr 2006. Seit 2011 steht das gigantische Gerippe nur von Arbeitern bewacht im Brachland wie eine Skulptur und wird nicht weitergebaut.

Madeira, ein alter, schon fast toter Baum, ebenfalls beinahe nur noch ein Skelett: hier sind die Parallelen eher inhaltlich zu finden – formal: größt möglicher Kontrast.

Mehr zu Max Leitner unter: www.maxleitner.com