Wenn wir auf die letzten 50 Jahre zurückblicken, so hat sich einiges gewandelt. Und das in so manchen Bereichen. Traditionen wurden aufgebrochen, dadurch Neues zutage gefördert beziehungsweise der Weg für Veränderung geebnet. Um im Bereich Design ein Beispiel für diese Umschwünge zu sehen reicht ein Ausflug nach Weil am Rhein, auf den Campus von Vitra. Hier vereint sich so einiges aus der Zeit der Veränderung in der Architektur. Unteranderem der Dekonstruktivismus, geboren in den 1970er Jahren. Mit begründet von Frank Gehry. Es werden Formen aufgelöst, architektonische Strukturen zersplittert, die Gebäude verlieren ihr Konstrukt erlangen aber eine neue Regelmäßigkeit. Die Aufmerksamkeit verschiebt sich, nun ist sie auf die Unregelmäßigkeit gerichtet. In gewisser Weise also die Perfektion des Chaotischen.

Die Gebäude aus dieser Epoche, des Dekonstruktivismus sind auf den ersten Blick zusammengewürfelt, passen nicht zusammen. Zum Teil wirken sie einsturzgefährdet oder als hätte jemand die Zeit pausiert während sie in sich zusammenfallen oder explodieren.

Symmetrie, Baukörper, Regelmäßigkeit finden sich in diesen Gebäuden keine. Alle sind sie wild zusammengewürfelt und nicht zusammenhängend. Diese Bewegung in der Architektur geht spielerisch mit den Elementen der Gebäude um. Sie sind nicht wie einer, sondern wie verschiedenste Baukörper, wie Lego das sich zusätzlich noch in Form und Farbe wandeln kann und eben immer neu angeordnet wird. Ohne Symmetrie, ohne erkennbare klare Linienführung. Frei und spielerisch.

Eine Strömung, die sich in Materialität widerspiegelt und die wir uns ruhig auch des Öfteren einverleiben können. Mit dem Altbekannten brechen und die Ästhetik des Imperfekten feiern. Die schönsten Dinge geschehen schließlich aus unvorhersehbarem.