vbw: Wohnungswirtschaft investiert zwei Milliarden Euro im Jahr 2016

Die positive Nachricht ist: wir bauen. Denn das Land Baden-Württemberg braucht mehr Wohnungsneubau. Die knapp 300 Mitgliedsunternehmen des vbw haben für dieses Jahr über 2 Milliarden Euro an Investitionskosten eingeplant, 1,4 Milliarden Euro davon sollen in den Wohnungsneubau fließen. Über 600 Millionen Euro sind für die Sanierung und Modernisierung des Wohnungsbestandes eingeplant. „Das sind insgesamt rund 400 Millionen Euro mehr als in den vergangenen Jahren“, sagte der Verbandsvorsitzendesagte Robert an der Brügge, Verbandsvorsitzender des Verbandes baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. anlässlich der Jahrespressekonferenz.

Im Jahr 2015 haben die Wohnungsunternehmen im vbw über 3.400 Wohnungen errichtet. So viele, wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Über 3.300 Wohnungen sind davon im Geschosswohnungsbau erstellt worden. „Unser Hauptaugenmerk liegt nicht im Bau von Ein- oder Zweifamilienhäusern, sondern im Bau von Mehrfamilienhäusern, vorrangig für die Vermietung“, so Robert an der Brügge. Die Nachfrage nach Wohnraum sei in den Ballungsräumen, den Groß- und Hochschulstädten schon lange hoch; dies habe sich durch die Zuwanderung und insbesondere durch die hohen Flüchtlingszahlen noch verschärft, betonte er.

 

Über 4.650 Wohnungen sollen mit den 1,4 Milliarden Euro im Jahr 2016 im Auftrag von vbw-Mitgliedern fertiggestellt werden. „Das reicht natürlich lange nicht aus, um den Bedarf an Mietwohnungen in Baden-Württemberg zu decken. Aber wir können nur bauen, wenn wir Bauland haben und daran mangelt es, genauso wie an einem schnelleren Baurecht und einfacheren Standards, um größere Wohnungsneubaumengen in kurzer Zeit stemmen zu können“ so an der Brügge.

 

„Wir brauchen bessere Rahmenbedingungen für die Wohnungsunternehmen“, fordert der Verbandsvorsitzende erneut. Dies beginne bei einem einfacheren und günstigeren Zugang zu Baugrundstücken und ende beim Einfrieren der Energieeinsparverordnung, betonte er. Die Wohnungswirtschaft habe ein originäres Interesse daran, dass das Bauen schneller und einfacher gestaltet und kostengünstiger wird. 

 

„In dem Kontext „Schaffung von bezahlbaren Wohnraum“ verzeichnen wir  derzeit ein ansteigendes Interesse von Kommunen und Landkreisen, aber auch von Privatpersonen an der Gründung neuer Wohnungsunternehmen“, sagte Verbandsdirektorin Sigrid Feßler. Je nach Sachlage biete sich eine kommunale GmbH, ein Eigenbetrieb oder eine Genossenschaft dafür an. Im vergangenen Jahr kam es bereits zu drei Neugründungen beim vbw. „Wir führen mit den Vertretern der Kommunen oder Landkreise und den Privatpersonen ausführliche Erstgespräche und bieten unsere Beratung und Unterstützung an. Wir haben derzeit rund 12 Gründungsgespräche und sind sicher, dass auch in diesem Jahr weitere Unternehmen hinzukommen werden“, berichtete Feßler. Nach Jahren verstärkter Fusionen steigt somit die Zahl der Mitgliedsunternehmen wieder leicht an.  

 

Quelle: vbw

 

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