Einbruchschutzexperte: Tipps für ein sicheres Haus

Foto: Gütegemeinschaft Mehrscheiben-Isolierglas / Glas Trösch GmbH, SANCO Beratung
Foto: Gütegemeinschaft Mehrscheiben-Isolierglas / Glas Trösch GmbH, SANCO Beratung

Wenn Einbrecher zuschlagen, dann in der Regel durch unzureichend gesicherte Fenster und Türen. Schon bei der Hausplanung sollten Bauherren einen wirksamen Einbruchschutz berücksichtigen. Kriminaldirektor Andreas Mayer, Experte für Einbruchschutz der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes, gibt Tipps, wie Fenster und Türen gesichert werden können. Dass sich die Investition in die Sicherheitstechnik lohnt, zeigt ein Blick auf die Statistik: Mehr als ein Drittel der Einbrüche scheitert durch gut gesicherte Häuser und Wohnungen – oder aber dank aufmerksamer Nachbarn.

  •  Mechanische Sicherungen sollten in der Planung zum Einbruchschutz an oberster Stelle stehen. Sichtbare Sicherungstechnik wirkt abschreckend. Denn Sicherungstechnik bedeutet eine längere „Arbeitszeit“ für Einbrecher und je mehr Zeit verstreicht, desto größer wird das Risiko, entdeckt zu werden.
  • Stabile Türen und Fenster erkennt der Käufer an der Widerstandsklasse, die mit RC für „resistance class“ gekennzeichnet ist. Je höher die Klasse, desto sicherer sind Fenster und Türen. Für den Privatgebrauch bietet sich die Klasse RC 2 an. Hier ist sichergestellt, dass die Gesamtkonstruktion aus Rahmen, Beschlag, Verglasung oder Türblatt, Zarge und Schloss keinen Schwachpunkt aufweist.
  • Der Einbruchschutz für Türen und Fenster kann auch im Nachhinein deutlich verbessert werden. Eine gute Orientierung als zuverlässiger und neutraler Qualitätsnachweis geben RAL Gütezeichen. Wichtig ist, dass die Nachrüstung zum Beispiel bei Türen für Türblätter, Türrahmen, Türbänder, Türschlösser, Beschläge, Schließbleche und auch Zusatzsicherungen in ihrer Wirkung sinnvoll aufeinander abgestimmt ist.
  • Fenster werden häufig aufgehebelt. Deswegen reichen abschließbare Fenstergriffe oder die Nachrüstung mit einbruchhemmendem Glas allein nicht aus. Der einbruchhemmende Fensterbeschlag ist ein wichtiger Bestandteil der Sicherung.
  •   Häufig gekippte Fenster können mit einem Fenstergitter gesichert werden. Wichtig sind die Stabilität des Gitters, die fachgerechte Befestigung und die Sicherung gegen Demontage.
  • Alle Sicherungen können ihren Zweck nur dann erfüllen, wenn sie fachgerecht eingebaut werden. Die Montage sollte also von geschultem Personal ausgeführt werden.

Weitere Informationen enthält auch der „RAL Ratgeber Sicherheit und Schutz rund ums Haus“. Die Broschüre ist kostenlos erhältlich bei RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. unter RAL-Institut@RAL.de. Unter www.ral-guetezeichen.de steht sie zudem als Download zur Verfügung.

 

Quelle: Redaktion smartLiving

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